Arbeiten auf einer Schweinefarm

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Erfahrungsberichte zu Jobmöglichkeiten in Australien

ein Erfahrungsbericht von Bärbel Bauer

 

JV-Kiwifarm-900

 

Ich hatte im September letzten Jahres von Bundaberg aus mit einer Freundin einen Job gesucht.
Nachdem ich alle Backpackerheftchen und das Internet durchstöbert hatte, bekam ich über Umwege einen Anruf von einem Mr. Welch von AG Workforce PTY LTD in Toowoomba/Queensland. Er bot uns einen Job mit guten Verdienstmöglichkeiten und der Möglichkeit an, direkt zu beginnen. Auf die Frage, was die Arbeit beinhalten würde, wurde uns gesagt es geht um Tiere/Schweine und er wäre so begeistert von deutschen und holländischen Backpackern. Weitere Informationen waren nur schwer aus ihm heraus zu bekommen.

Nach langen Überlegungen und zwei weiteren Telefonaten sagten wir zu. Hauptsächlich wegen unserer Geldnot.
Wir fuhren nach Toowoomba und wurden dort von ihm für eine Nacht in einem Pub untergebracht, dem Settler's Inn.
Nach einer Nacht in einem völlig verdreckten Zimmer wurden wir von Mr. Welch früher als abgesprochen in einer Hau-Ruck-Aktion abgeholt und er fuhr mit uns in sein Büro.
Dort ging alles sehr schnell. Während er uns Unterlagen ausfüllen ließ und uns immer wieder darauf hinwies, dass wir wenig Zeit hätten, erzählte er uns irgendwelche Geschichten.
Wir wurden dann von einem Mitarbeiter abgeholt, der mit uns noch zum Supermarkt fuhr, denn wir hatten die Ansage bekommen: Das ist erstmal die letzte Möglichkeit, einzukaufen... (???)

Danach folgte eine 2-stündige Autofahrt ins Outback. Unsere Handys waren schon nach einer Stunde nicht mehr auf Empfang und auch der Typ, der uns fuhr machte keine konkreten Angaben zu unserer zu erwartenden Arbeit etc.

Nach unserer Ankunft im Nichts wurde uns ein Haus zugeteilt. Ja, man denkt, wow ein Haus! Falsch gedacht. Es gab weder Betten noch Bettzeug. Es war völlig verdreckt und Ungeziefer überall.
Die Anlage war sonst völlig verlassen, außer 2 Aussies, die dort in der Futtermühle arbeiten.
Dies zum Einstieg in dieses Abenteuer, dachte ich. Aber was sollten wir arbeiten? Wir sahen nur weites, unbewohntes Land und keine Tiere. Wir sollten doch aber mit Tieren/Schweinen arbeiten???
Wir erfuhren später, von zwei Asiaten, wir sollten am nächsten Tag um 07:00 Uhr auf der Schweinefarm, in der Nähe, sein. Doch wie dorthin kommen??
Wir organisierten uns ein Auto, um dort hinzukommen, denn keiner hatte bis zu diesem Zeitpunkt mit uns gesprochen wie das alles ablaufen sollte.

Mit einem mulmigen Gefühl waren wir am nächsten Morgen an der Piggery. Ca. 2 km von der Community, wo wir wohnten, entfernt. Und da kam der Hammer:
Ein Mastbetrieb (uralt) mit 1750 Schweinen!! Fürchterlicher Gestank, Dreck überall.
Meine Aufgabe wurde mir schnell zugeteilt. Das Befruchten und Besamen (per Katheter oder natürlich) von weiblichen Schweinen. Meine Freundin kam in die Abteilung der Ferkel.
Wir übernahmen Jobs, die bei uns in Deutschland ein Tierarzt, ein Student der Tiermedizin oder wer auch immer übernehmen würde.
Wir hatten keine Hygienevorschriften bei der Arbeit. Wir wurden relativ schnell an unsere körperlichen Grenzen gebracht. Ich musste täglich unzählige 100-300 kg schwere Schweine bewegen. Andere mussten die kleinen Tiere spritzen, Zähne und Schwänze ziehen und abschneiden u.s.w.
Andere, die nach uns angekommen sind, berichteten von derselben Masche im Vorfeld von D. Welch (von wegen: keine Aussage was einen erwartet, keine Info über die Gegebenheiten in den Zimmern, Häusern etc.) und waren teilweise psychisch schon nach 2 Tagen am Ende.

Fazit

Wir haben durchgehalten. Einen Monat. Allein aus Geldnot.
Man verdient sehr gut. (Aber Vorsicht: immer darauf achten, dass das Geld komplett überwiesen ist!!! Und Sonderleistungen an den Vermittler richtig absprechen!!!).

Trotzdem möchte ich auf diesem Wege nur davor warnen: Ich würde es nie wieder tun!
Es gibt wohl Jobflyer, die in Queensland ausliegen (mit Schweinebildern). Das ist die AG Workforce.

Diesen Job können nur Leute machen, die ein hartes Fell haben und sich nichts aus Tieren machen oder sich den Gegebenheiten schnell fügen können und es als „Erfahrung" sehen. Frauen sollten sich diese Sache 10x überlegen.

Weitere Infos

Des Weiteren kann man sich nur max. 1x die Woche mit Lebensmitteln eindecken bzw. telefonieren etc. Nämlich dann, wenn man sich in der nächsten Stadt - Goondiwindi - aufhält und dort übernachten muss/soll. Muss man für einen heruntergekommenen Camper um die 15 A$ zahlen. Angeblich Sonderpreis für die Piggery.

Die Leute auf der Piggery sind alle sehr nett. Aber man kann nicht viel Verständnis erwarten. Diese Leute arbeiten seit Jahren dort und halten es für einen ganz normalen Job!!

© Foto: Jörn O. Villwock

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